Marcus Sakey – Die Abnormen #1

Marcus Sakeys „Die Abnormen“ handelt von Nick Cooper, der in einer Welt arbeitet, in der es Menschen gibt, die mit außergewöhnlichen Begabungen zur Welt kommen (Freaks). Er selbst ist so ein Freak, der hinter allen Bewegungen und Verhalten Muster erkennen kann. Er arbeitet für den Ausgleichsdienst und muss andere Abnorme fangen und eine Terrorgruppe zur Strecke bringen. Bald schon muss er feststellen, dass seine Seite nicht nur zu den Guten gehört.

Der Autor zeigt in diesen SiFi-Thriller eine spannende Welt, in der der Umgang mit einer neuen Minderheit im Zentrum des Geschehens steht. Wie muss mit Begabteren umgegangen werden? Müssen sich Normale bedroht fühlen? Muss man Abnorme begrenzen oder sich entfalten lassen? Spannende Fragen, die die Geschichte aufwirft.

Nick Cooper steht im Zentrum all dieser Probleme. Er ist ein regierungstreuer Mensch, der Zweifel entwickelt Sein Charakter ist gut getroffen und seine Konflikte greifbar. Seiner Familie wurde viel Liebe eingehaucht und er muss gegen menschliche Antagonisten antreten mit Familie und Motiven. Im großen und ganzen ein sehr stimmiges Setting.

Leider wirken die Nebencharaktere wie sein Team sehr einheitlich. Selbst sein bester Freund bricht kaum aus der Masse heraus. Die Seite der Terroristen hat zwar mit Shannon und Smith zwei einzeln ausgearbeitete Charaktere, aber in ihrer Argumentation sind sie sehr ähnlich. So kann man außer mit Cooper zu keinem anderen Charakter eine Beziehung aufbauen.

Das neue Amerika, dass Sakey aufbaut ist sehr gut umschrieben. Medienartikel, die einigen Kapiteln vorangestellt werden, beschreiben schön die Verhältnisse neben einer guten Beschreibung aus der Sicht Coopers. Der Leser kann sich sehr gut hineinversetzen.

Das Buch ist sehr dialoglastig, was für einen Thriller normal ist, jedoch verliert man bei einigen Ping-Pong-Gesprächen leicht den Überblick, wer gerade redet, da der Autor wenig zwischen die Zeilen schreibt. Ich hätte mir da mehr Gesten und Emotionen gewünscht. Die hätten andere Charaktere auch mehr mit Leben versetzt.

Alles in allem ist es ein solider Thriller mit einem spannenden Thema. Wegen der flachen Charaktere kann ich nur 3/5 Punkten geben.

Menschlichkeit statt Flüchtlingshass

Wenn jeder Blogger sich mit einem Satz stark macht, dann prallen Menschen, die das nicht Lesen wollen schnell gegen eine Wand. Ich fordere jeden Blogger, der das liest, auf selbst einen noch so kleinen Beitrag für Flüchtlingshilfe zu schreiben

Ich will in diesem Beitrag die armen verblendeten Pegida-Demonstranten nicht beleidigen wie manch einer das tut. Das liegt nicht in meiner Natur, obwohl ich ziemlich wütend bin, dass mann nicht mehr mit Stolz sagen kann „Ich bin Sachse“.

Viel mehr möchte ich hier noch einmal verdeutlichen, dass wir gar kein Problem haben. Bei 700.000 Flüchtlingen und 82.000.000 Deutschen bekommt selbst wenn jeder Deutsche nur drei Euro im Monat pro Kopf abgiebt 350 € im Monat. Ich habe schon von weniger als Student gelebt. Was sind 3€ pro Kopf im Monat? Einmal weniger mit der ganzen Familie zu McDonalds gehen und dafür selber kochen, eine halbe Packung Zigaretten weniger rauchen … Wir müssen dafür auf fast nichts verzichten.

Liebe Leute, die mit den Gedanken spielen auf so eine Demo zu gehen. Lasst euch durch hasserfüllte Parolen nicht verblenden! Wir haben kein Problem. Wir retten mit kleinen Aktionen 700.000 Menschenleben (das höchste Gut, das eine Gesellschaft hat). Wofür treten die Parolenschwinger ein? Ein paar Euros mehr in deutschen Staatskassen.

Dann sind da noch die Flüchtlinge. Sie sind nicht freiwillig hier und wollen auch nichts vom deutschen Kuchen abhaben. Sie sind hier, weil sie nirgendwo anders hinkönnen. Zuhause wären sie vermutlich schon tot. Sie sind hier um zu leben und nicht um uns zu ärgern. Wir sollten sie dafür respektieren, dass sie so einen langen Weg geschafft haben und dass sie überlebt haben. So manch ein Deutscher findet den Weg zur Wahlurne schon zu schwer.

Die Sache mit der Hilfsbereitschaft.

Grundeinstellung gegenüber Flüchtlingen?